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schröpfen
Definition und Ziel der Methode

Als Schröpfen bezeichnet man jenes Naturheilverfahren, bei dem zur Behandlung  Schröpfköpfe verwendet werden.

Schröpfen zählt zu den traditionellen Heilmethoden, bei denen zwar keine Medikamente eingesetzt werden müssen, die aber trotzdem eine wirksame Waffe der Naturheilmedizin im Kampf gegen viele Krankheiten oder Beschwerden sind.

Die Methode, richtig angewandt, ist unschädlich und löst auch keine ungünstigen Nebenwirkungen aus. Die Erfolge aber sind oft beeindruckend und kommen dabei rasch zustande, denn der Körper reagiert auf das Schröpfen am richtigen Ort innerhalb von Stunden.

Ziel des Schröpfens ist es, die Selbstheilungskräfte des Organismus zu stärken oder erst in Gang zu setzen, wenn diese von sich aus nicht dazu imstande sind. Durch das Schröpfen werden die Möglichkeiten, mit denen der Körper zur Abwehr von Krankheiten von natur aus ausgestattet ist, angeregt und unterstützt.

Wirkung und Zusammenhänge

Das Schröpfen besteht aus zwei Komponenten:

Segmentbehandlung Umstimmungsbehandlung
-Ort des Schröpfens ist -Extravasate (aus einem Blutgefäß
entscheidend ausgetretene Flüssigkeit) wirken als Reize

Diese beiden Komponenten wenden sich nur gegen die Krankheitursache, nicht aber gegen gesunde Körperfunktionen und Gewebe.

Die wesentliche Wirkung des Schröpfens ist die Umstimmung und damit auch die Regulierung der gestörten Körperfunktionen sowie Schmerz- und Krämpfebekämpfung, Durchblutungsförderung und Entzündungshemmung.

Durch lokale Anwendungen der Schröpfköpfe entstehen Extravasate und in ihrer Folge Hämatome (Blutergüsse), die einen starken Reiz bewirken. Dieser Reiz aktiviert die örtlichen und allgemeinen körpereigenen Heilkräfte und hat dadurch einen entzündungshemmenden Effekt, wodurch bei allen auf Entzündung beruhenden Krankheiten (z.B. Pneumonie) die schnelle Heilung gefördert wird.

Bei der Regulierung der Körperfunktionen werden Blockaden ausgeschaltet, die meistens durch einen Störherd oder übermäßig eingenommene chemeische Medikamente verursacht worden sind, die die natürlichen Abläufe des Oranismus unterbinden und ihn krank machen. Durch das Ausschalten der Regulationsblockade werden nicht selten beim Schröpfen sogar zusätzliche Beschwerden auftreten, de endlich den Sitz der wahren Krankheit zeigen.

Die durchblutungsfördernde Wirkung des Schröpfens hat die Erweiterung der Blutgefäße zum Ziel. Durch verstärkte Durchblutung an den Scrlöpfstellen wird der Stoffwechsel angeregt, und es können schneller Stoffe ausgeschieden werden, die Schmerzen und Krämpfe verursachen.

Die oben schon erwähnte Segmentbehandlung erfolgt über die Head’schen Zonen, über die so genannten kutiviszeralen Reflexwege (Verbindungen zwischen Haut und Ogan). Dabei werden neurovegetative Funktionsstörungen und Organerkrankungen über das Nervensystem heilend beeiflusst.